Checkup 60+

Im Laufe eines Lebens sind wir vielen Belastungen ausgesetzt, manches hinterlässt schon früh Spuren, anderes erst später. Viele Lebensumstände ändern sich auch und gerade mit dem Eintritt in den Ruhestand. Der Bewegungsumfang und die Intensität der körperlichen Bewegung nehmen langsam ab, Essgewohnheiten und andere, teils ungesunde Lebensgewohnheiten bleiben erhalten.

Aber auch der Körper mit seinen Sinnesorganen, Stoffwechselfunktionen, dem Muskel-Skelettsystem und den geistigen Fähigkeiten verändert sich langsam. In der medizinischen Fachwelt spricht man bereits ab dem 50.Lebensjahr vom „älteren“ , ab dem 70. vom „alten“ Menschen. Jeder Mensch altert jedoch anders.

Ziel einer gesunden Lebensführung ist eine möglichst weitgehende Erhaltung der körperlichen und geistigen Selbstständigkeit und der Mobilität. Die moderne Altersforschung (Gerontologie) hat in den letzten Jahren eine Fülle neuer Erkenntnisse zum Altern hervorgebracht, welche sich zunehmend auch im klinischen Alltag umsetzen lassen, so das verschiedene Empfehlungen ausgesprochen werden können:

So ist die Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen bei einer ausgewogenen vollwertigen Ernährung im Allgemeinen gesichert, bei einigen Vitaminen und hormonähnlichen Botenstoffen kann es aber im Alter und insbesondere in unserer geographischen Region (50° Breitengrad Nord) zu Verarmungszuständen im Körper kommen. Diese können mit vielerlei unspezifischen oder auch keinen Symptomen, aber einem erhöhten Risiko für Stürze, Herz-Kreislaufveränderungen, Infektanfälligkeit und Leistungsmangel, verbunden sein.

Desweiteren lassen sich mit wenigen einfachen validierten Testverfahren neben Frühhinweisen auf eine Demenz auch Aussagen zu Sturzgefährdung, Hörminderung und Sehfähigkeit treffen.

Diese Untersuchung bietet sich als Ergänzung zu einer regulären Gesundheitsuntersuchung und/oder Krebsvorsorgeuntersuchung an. Im Idealfall mit Überprüfung des aktuellen Impfschutzes und Impfung entsprechend den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen. Gleichzeitig beraten wir Sie auch gerne hinsichtlich einer Patientenverfügung, bzw. Patientenvollmacht.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Urinuntersuchung
  • Blutabnahme (nüchtern)
  • Anamnese und körperliche Untersuchung, EKG
  • Klinische Fragebogen und Testverfahren zur Untersuchung der Seh- und Hörfähigkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Sturzneigung, u.a.
  • Besprechung der Ergebnisse und Beratung, ggf. Impfung

Hier finden sie Unterlagen zur Untersuchung, die Sie ausdrucken und ausgefüllt mitbringen können:

Anamnesebogen-Praxis, Stimmungsfragebogen,

Informationen der Ärztekammer Nordrhein über Patientenverfügung